Warum hier lange nichts stand und was in der Zeit alles passiert ist.
Als ich diesen Blog begonnen habe, stand ich mit einem Volk und einem gefangenen Schwarm am Anfang meines Weges in der Hobbyimkerei. Getragen von Neugier, Lernbereitschaft und dem Wunsch, nicht einfach zur Bienen zu halten, sondern zu verstehen, was dabei eigentlich geschieht.
Von beginn an kam viel Respekt vor den Bienen hinzu sowie eine hohe Motivation, mich intensiv mit der Imkerei auseinanderzusetzen. Mir war klar, dass dieses erste Imkerjahr vor allem dem Verstehen und Lernen dient. Nicht, um möglichst schnell Ergebnisse zu erzielen, sondern um zu begreifen, was es heißt, mit Bienen zu arbeiten und Verantwortung für sie zu übernehmen.
Aus diesem Einstieg entwickelte sich im Laufe des Jahres mehr: Der Völkerbestand wurde bewusst auf insgesamt fünf Völker erweitert. Mit jeder Entscheidung und jeder Beobachtung wuchs das Verständnis dafür, dass Imkerei weniger von ständigen Eingreifen lebt als von Ruhe, Timing und dem richtigen Moment.
Gerade als Jungimker war der Drang anfangs groß, häufig nachzusehen und kontrollieren zu wollen. Mit der Zeit zeigte sich jedoch, dass sich die Völker besser entwickeln, wenn man sie, abgesehen von notwendigen Eingriffen wie der Schwarmkontrolle, arbeiten lässt. Man lernt genauer hinzusehen, ohne ständig die Beuten zu öffnen. Einige wichtige Erkenntnisses des Jahres.
Diese Erkenntnise zeigten sich nicht in einem einzelnen Moment, sondern im Verlauf des Jahres, in ruhigeren Völkern, klareren Entscheidungen und schließlich auch in der Ernte dessen, was sich über Monate aufgebaut hatte.
Die erte Honigernte war ein besonderer Moment. Zum ersten Mal ein eigenes Glas Honig in der Hand zu halten, versehen mit einem selbst entworfenen Etikett, war ein echtes Glücksgefühl. In diesem Augenblick wurde klar, dass aus der Idee tatsächlich gelebte Imkerei geworden war.
Von Beginn an habe ich versucht, verantwortungsvoll zu arbeiten. Die Varroaarbeit erfolgte biotechnisch über Fangwaben, nach der Ernte wurde aufgefüttert, und Stand 2026 sind alle Völker noch vorhanden. Für ein erstes Imkerjahr zeigt sich hier, wie wichtig Aufmerksamkeit, Planung und ein bewusster Umgang mit Eingriffen sind.
Und trotzdem wurde es hier still.
Nicht, weil nichts passiert ist, sondern weil sich das Wesentliche draußen am Bienenstand abgespielt hat. Zwischen Hobby, Alltag und dem Anspruch, Beobachtungen sinnvoll einzuordnen und nichts Belangloses zu schreiben, trat das Dokumentieren zeitweise in den Hintergrund. Der Fokus lag auf der praktischen Arbeit auf em Beobachten, Entscheiden und Lernen im laufenden Jahr.
Dieser Blog soll genau dafür da sein: Erfahrungen festzuhalten, einzuordnen und über längere Zeit sichtbar zu machen. Nicht als Anleitung, sondern als begleitende Dokumentation einer aufmerksam und bewusst betriebenen Hobbyimkerei.
Zum Abschluss dieses Rückblicks bleibt vor allem die Vorfreude auf ein neues, spannendes Imkerjahr mit allem, was sich daraus entwickeln wird.
“Der Imker ist nicht der Meister seiner Bienen, sondern ihr Diener”